Über Whale Watch Kaikoura

Whale Watch ist ein mehrfach ausgezeichnetes neuseeländisches Naturtourismus-Unternehmen, das sich im Besitz des indigenen Volkes der Ngāti Kuri von Kaikoura, einem Maori-Unterstamm des größeren Stammes der Ngāi Tahu auf der Südinsel, befindet und von diesen betrieben wird.

Whale Watch wurde 1987 gegründet, einer Zeit, als die Maori Opfer der zurückgehenden Wirtschaft von Kaikoura wurden. Zu dieser schwierigen Zeit glaubten die Führer der Ngāti Kuri– so etwa Bill Solomon -, dass die Antwort auf die Probleme der Arbeitslosigkeit der Maori-Gemeinde in den lokalen Pottwalen zu finden sei. Sie erinnerten sich daran, dass ihr Urahn Paikea auf dem Rücken des Wales Tohorā in ein neues Leben auf Neuseeland gereist war. Es erschien den Nachkommen von Paikea nur angemessen, nun erneut auf dem Rücken des Wales in ein neues Leben zu reisen.

Bill Solomon

Und so sollte es sein. Whale Watch wurde von Ngāti Kuri gegründet, die hierfür inre Häuser verpfändeten zur Sicherung eines Darlehens für die Existenzgründung. In der Anfangszeit beförderten sie die Passagiere an Bord eines kleinen Schlauchbootes. Im Laufe der Zeit wurde das aufblasbare Boot durch ein größeres Boot mit einer Aussichtsplattform und dem Namen Uruao ersetzt; heute zählen zur Whale Watch Flotte fünf moderne Katamarane, die alle speziell für die Walbeobachtung konzipiert sind. Der Ausbau der Whale Watch Flotte machte den Bau eines kompletten Yachthafens in South Bay erforderlich. Hier starten jetzt alle Walbeobachtungstouren.

Aufgrund des phänomenalen Erfolges von Whale Watch gehört Kaikoura heute zu den führenden Tourismusdestinationen Neuseelands und bietet ein breites Spektrum an spannenden Begegnungen mit Meerestieren. Das Unternehmen hat Investitionen in neue Unterkünfte, Restaurants und eine beeindruckende Reihe von Cafés und Galerien, gefüllt mit Arbeiten lokaler Künstler, getätigt.

Paikea und Tohorā sind auch heute noch das symbolische Zentrum von Whale Watch. Sie stellen das geistige Band zwischen der menschlichen Welt und der Natur dar und verkünden die Möglichkeiten, die sich offenbaren, wenn die Welt der Natur verehrt anstatt ausgeschöpft wird.

Becky Clayton